Ruhmeshalle

Langstroth Standart

Lorenzo Langstroth

Der aus Philadelphia stammende Lorenzo Langstroth, kam als insektenkundlich interessierter Pastor mit knapp 40 Jahren zur Imkerei. Er widmete sich besonders der Weiterentwicklung des Beutenbaus und veröffentlichte eine Reihe von Imkerbüchern. 1851 entdeckte er den Bienenabstand (bee space), der 8-10 mm beträgt und von Bienen nicht mehr mit Wachs und Propolis überbaut wird. Es ist der ideale Abstand zwischen Waben und Beutenwand, mit dem sich ungewünschte Verbauungen verhindern lassen, wodurch die Imkerei enorm erleichtert wird. 1853 stellte er einen später nach ihm benannten modularen Beutentyp vor, der als Urform der modernen Magazinbeute gilt und sich in Amerika rasch durchsetzte. Moderne Bienen-Beutensysteme sind regelmäßig Variationen seiner Erkenntnisse. Seine Forschungsergebnisse wurden erstmals von Charles Dadant in die Praxis umgesetzt.
Das Langstroth-Magazin ist das heute wohl weltweit häufigste Beutensystem in der modernen Imkerei.

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Dadant Standart

Charles Dadant

Dadant kam 1863 im Alter von 46 Jahren in die USA, ohne ein Wort Englisch zu sprechen, welches er mit Hilfe der New York Tribune erlernte. Zunächst wollte er Wein anbauen, wandte sich aber im Winter der Bienenzucht zu. Gegen Ende des Sezessionskrieges besaß er neun Bienenstöcke. Gemeinsam mit seinem jüngsten Sohn begann er, jenseits des Mississippis, Honig und Bienenwachs zu verkaufen.
In den folgenden Jahren veröffentlichte Dadant immer wieder Artikel in Fachzeitschriften und übersetzte Lorenzo Langstroths Werk The hive and the honey-bee ins Französische. Schließlich übernahm er das American Bee Journal und gründete mit Dadant and Sons eines der ersten Unternehmen für Bienenzucht-Werkzeuge weltweit. Die Firma befindet sich bis heute im Familienbesitz; ebenso wird die Zeitschrift bis heute von Dadants Erben herausgegeben.
Dadant-Maß [Bearbeiten]

Charles Dadant verwendete das Quinby Rähmchen mit den Wabenmaßen (ohne Ohren) von 480 x 285 mm. Sein Sohn Pierre Camil Dadant modifizierte um 1920 das Quinby-Dadant-Rähmchen in dem er den Oberträger auf die Länge des Langstrothrähmchen verkürzte.
Dieses modifizierte Dadant-Rähmchen hat sich in Amerika nie durchgesetzt und wird heute vor allem im deutschsprachigen Raum im Zusammenhang mit der von Bruder Adam gezüchteten brutfreudigen Buckfast-Biene verwendet.
Als Nachteil dieses großen Rähmchenmaßes kann allerdings die Notwendigkeit von getrennten Rähmchenmaßen für Brut- und Honigraum gesehen werden.

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Zander Standart

Enoch Zander

Enoch Zander wurde als Sohn eines Landwirtes in Zirzow bei Neubrandenburg geboren und verbrachte seine Kindheit in Schmachthagen und ab 1883 in Waren (Müritz), wo er 1893 am Städtischen Gymnasium sein Abitur ablegte. 1893 begann er an der Universität Erlangen ein Studium der Botanik, wechselte aber bald zur Zoologie. 1895 setzte er sein Studium an der Universität Kiel fort, 1895/96 an der Universität Rostock. 1896 wurde er in Erlangen promoviert und als Assistent am Zoologischen Institut angestellt.
1899 hielt er sich zu Studien an der von Felix Anton Dohrn eingerichteten „Zoologischen Station“ in Neapel auf. 1903 nahm er eine Stelle als Assistent am Institut für internationale Meeresforschung an der Universität Kiel an. Dort habilitierte er sich als Privatdozent der Zoologie.
Obwohl ihn auch die Meeresbiologie interessierte, wandte er sich der noch wenig erforschten Bienenkunde zu. 1907 wurde er wissenschaftlicher Leiter der neugegründeten Königlichen Anstalt für Bienenzucht in Bayern. 1909 erhielt er eine außerordentliche Professur und 1910 wurde er Direktor der Anstalt. 1927 trat er die Nachfolge von Albert Fleischmann als ordentlicher Professor und Gesamtleiter der, seit 1918 umbenannten, Staatlichen Anstalt für Bienenzucht an. 1937 wurde er pensioniert. Während des Zweiten Weltkriegs übernahm er 1942 erneut einen Lehrstuhl, seine endgültige Pensionierung erfolgte im August 1948.
Enoch Zander verfasste etwa 500 Schriften zur Bienenkunde. Er konstruierte zusammen mit dem Imker Johann Merz[1] die Zander-Beute[2], die in Deutschland eine große Verbreitung erfuhr. Wesentliche Beiträge leistete er zur Geschlechtsbestimmung der Bienen sowie zur Erforschung und Bekämpfung von Bienenkrankheiten. So entdeckte er 1909 den Erreger der Nosema, einer bis dahin nicht bestimmbaren Darmkrankheit der Honigbiene, nach ihm als Nosema apis Zander bezeichnet.[3] Er entwickelte ein beispielgebendes Verfahren zur Weiselzucht und führte die Königinnenzucht in Deutschland ein. Enoch Zander befasste sich als Erster mit der Bestimmung der Herkunft von Honig mit Hilfe der Pollenanalyse. Dazu dehnte er seine Forschungen auf die Bienenweide aus und untersuchte auch die Waldtracht.[4]
Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde er 1943 mit der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft geehrt.[5] Später erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Im Oktober 1952 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für angewandte Entomologie gewählt. Der Deutsche Imkerbund ehrte ihn mit der Ernennung zum Ehrenimkermeister.[4]
Enoch Zander war seit 1913 mit Elisabetha Jacob († 1946) verheiratet. Auf eigenen Wunsch wurde er am 5. Juli 1957 in Waren (Müritz) beigesetzt.
1964 stiftete der Landesverband Bayrischer Imker ihm zu Ehren die Medaille „Für besondere Verdienste“ (Zander-Medaille).

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